Brauch ich einen Mann?

Das ist eine gute Frage, wie ich finde. Denn darum geht es doch auch. Nicht nur, dass ich mit schon wünsche, einmal verliebt zu sein. Nein, es steht auch im Raum, ob dann im Umkehrschluss, ein Mann in mein Leben treten sollte?

Wenn ich so überlege, brauche ich um mein Leben zu führen, nicht wirklich einen Mann.

Ich kann viele Tätigkeiten, für die meine Freundinnen unbedingt „ihren“ Mann brauchen, alleine erledigen. Sei es, so klischeehaft das klingt, Reifen wechseln, Schränke zusammenbauen, Nägel in Wände hämmern … All das kann ich zum Beispiel selbst und brauche dafür keinen Mann. Schwieriger wird es dann beim Waschmaschinen hoch tragen, da fehlt mir dann doch die Kraft 😉

Für all die anderen Sachen, vor allem die Liebesdinge, scheint man schon einen Mann zu brauchen. Doch davon habe ich ja keine Ahnung. Ich weiß nicht wie es sich anfühlt, in Sachen Liebe einen Mann zu brauchen. Daher kann ich auch nicht sagen, ob ich ihn dafür brauche.

Spreche ich mit meinen Freundinnen darüber, kommen Kommentare: „Glaub mir Ani, es gibt Dinge, die kann nur ein Mann.“ Oder „Du wirst es schon noch selbst erleben, dann kannst du es verstehen.“ -> Ja toll und jetzt?

Was nützen mir solche Kommentare, nichts, aber rein gar nichts.

Insgesamt gesehen, brauche ich aktuell keinen Mann. Zumindest vermisse ich ihn nicht so wirklich (wie auch, wenn ich nicht weiß was ich vermissen soll? siehe Vermissen? ).

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Ich dachte, ich wäre allein mit diesem „Problem“

Noch nie verliebt sein, darum dreht sich dieser Blog. Bevor ich mich entschieden habe, ihn zu schreiben, war ich im Internet unterwegs. Ich wollte wissen, ob ich alleine mit dieser „Problematik“ bin.

Dabei bin ich auf diesen Artikel gestoßen:

Beitrag über eine 35-Jährige, die auch noch nie verliebt war:

SZ-Magazin

Es war so unglaublich, ständig war ich am nicken. Ja genauso geht es mir auch. All diese Sachen treffen auch auf mich zu. Das war das Erste Mal, dass ich mich nicht mehr so alleine gefühlt habe. Zu wissen, dass andere auch so denken und fühlen, war irgendwie beruhigend.

Die Beruhigung hielt allerdings nicht so lange an, denn dann kamen mir wieder die Gedanken. Und was mache ich jetzt mit der Info? Bringt sie mich weiter? Verändert sich dadurch etwas?

Naja verändert hat sich schon ein bisschen, durch diesen Artikel fällt es mich leichter zu verstehen, dass es kein rein individuelles „Problem“ ist. Das war schon sehr gut zu wissen. Weil ich inzwischen schon begonnen hatte an mir zu zweifeln. Bist du noch ganz „normal“? Bist du ein Freak?

Als normal würde ich es trotzdem nicht beschreiben, aber als unnormal dann auch nicht mehr.

 

 

 

 

 

Gastbeitrag

Ich könnte jetzt sagen, wenn ich das alles gewusst hätte, dann… Aber das wäre Blödsinn und ich würde es mir sehr einfach machen. Ich würde wahrscheinlich wieder alles von mir wegschieben und die Schuld bei anderen suchen. Ich könnte Vorwürfe verteilen und Ausreden suchen, die mich von meiner Verantwortung befreien, aber die Wahrheit ist, ich […]

über Ein eingebildetes Leben — SK und wie er die Dinge sieht

Er hat genau das gewagt, er hat sich verliebt. Obwohl oder gerade deshalb, weil er das Gefühl bisher nicht kannte. Oder besser gesagt, nicht wusste, wie es sich wirklich anfühlt.

Durch diesen Beitrag ist mir bewusst geworden, dass es nicht ungewöhnlich scheint, dass manche Menschen gar nicht wissen, was wirkliches verliebt sein bedeutet.

Früher dachte ich, es bin nur ich , die es nicht weiß.

Natürlich weiß ich, dass ein Unterschied besteht zwischen Menschen, die glaubten sie wären schon mal verliebt gewesen und mir. Mir die noch nicht mal dieses Gefühl kennt.

Doch auch nach diesem Bericht bin ich weiterhin der Meinung, dass es sich lohnt sich mal zu verlieben. Zwar wurde die Liebe des Gastbeitrags nicht erwidert. Aber schon allein, die Aussage, dass er es dennoch nicht bereut, stimmt mich hoffnungsvoll.

 

Liebe vs. Verliebt sein

Da stehen sich zwei Worte gegenüber, die mächtiger nicht sein können. Zwischen beiden besteht ein Zusammenhang, aber nur zu einem habe ich einen Zugang.

Auch wenn ich noch nie verliebt war, weiß ich dennoch was Liebe ist. Liebe zu Familienmitgliedern oder meinem Hund zum Beispiel kenne und nehme ich durchaus wahr. Von denen fühle ich mich auch geliebt. Ich setzte Liebe mit tiefer Verbundenheit gleich, einem Band, dass nicht so schnell durchtrennt werden kann.

Doch was Verliebtsein bedeutet, weiß ich nicht. Wie fühlt sich das an? Ist es wirklich so, wie in vielen Romanen beschrieben wird? Oder empfindet das jeder individuell? Fliegen die berühmten Schmetterlinge jedes mal, wenn sich jemand verliebt? Ich hab keine Ahnung.

Wenn ich meine Freunde frage, dann kommt meistens: Du bist glücklicher wenn du diese Person siehst oder an sie denkst. Dir zieht es auch mal den Magen zusammen, wenn du sie vermisst. Ach ja vermissen scheint ein großer Faktor zu sein.

Wenn du einen Menschen nicht vermisst, dann liebst du ihn auch nicht. Eine harte Aussage, aber es scheint wohl zu stimmen. Denn dass ist eine Sache, die ich mittlerweile gelernt habe. Doch dazu ein anders Mal.

Vermissen?

Die Frage ist doch, wie kann man etwas vermissen, dass man nicht kennt?

Kann man es überhaupt vermissen, nicht verliebt zu sein? Ich denke schon, denn ich lebe ja nicht auf dem Mond. Überall wirst du mit der Nase darauf gestupst. In Filmen, Büchern, den Medien und auch im Freundeskreis.

Verliebtsein soll so schön sein. Toll und was soll ich mit der Information? Ich weiß ehrlich nicht, warum immer alle davon ausgehen, ich wüsste wovon sie reden. Klar normalerweise sollte ich das Gefühl schon kennen, doch ich tu’s nicht.

Jedoch ob ich es wirklich vermisse, ist gar nicht so einfach zu beschreiben. Ich denke es ist nicht wirklich vermissen, dass ich verspüre, sondern eher Traurigkeit.

Traurigkeit darüber, dass ich nicht mit reden oder fühlen kann. Ich wüsste schon gerne, wie es sich anfühlt. All die schönen Umschreibungen für das Gefühl Verliebt zu sein, einfach einmal selbst spüren.

Wenn mir andere davon erzählen und ich dann sage, dass ich noch nie verliebt war, kommt erst kurz ein komischer Blick und dann folgt: „Sei doch froh, dann bist du auch vor Liebeskummer geschützt.“

Ich soll demnach auf ein (angeblich) schönes Gefühl verzichten um ein möglicherweise eintretendes schlechtes Gefühl zu vermeiden. Naja ob dass die Lösung ist weiß ich nicht.

Vielleicht ist das aber auch nur ein schlechter Versuch mich zu trösten.

Noch nie verliebt oder ein langer Weg

Hm, wie beginnt man ein Thema, das einen schon so lange beschäftigt. Vielleicht falle ich nicht gleich mit der Tür ins Haus, aber warum eigentlich nicht.

Dieser Blog ist sehr persönlich und ich habe auch nicht die Absicht, dass ich unbedingt verstanden werde. Doch es muss mal raus.

Darf man darüber schreiben, dass man sich noch nie verliebt hat? Das ist doch nichts schlimmes, wird der ein oder andere denken. Aber wenn ich dazu sage, dass ich die Teenagerzeiten schon eine ganze Weile hinter mir gelassen habe, dann kommen doch Zweifel auf.

Und doch ist es wahr. Ich habe vom Verliebtsein keine Ahnung und weiß eigentlich nicht wie sich das Anfühlt. Verliebtsein.

In Filmen und Büchern wird ständig davon gesprochen/geschrieben, das lässt einen dann doch zweifeln, ob man mit Mitte zwanzig noch ganz normal ist.

Klar „normal“ ist natürlich relativ zu betrachten, aber die Norm ist es nun mal wirklich nicht.

Dies soll ein kleiner Einblick in die Thematik sein, ins Detail gehe ich in einem anderen Blogeintrag 🙂