Harte Nuss

Vor ein paar Monaten war ich bei einer Freundin und kamen in einem Gespräch auf das Thema: Ich und die Männer.

Es stellte sich heraus, dass sie das auch spannend fand. Vorher war mir nicht bewusst, dass andere das interessiert, wie sich das zwischen mir und den Männern entwickelt.

Die Hauptaussage war: „Du bist eben eine harte Nuss und ich bin gespannt, wer es schafft dich zu knacken. Du musst mir unbedingt sofort erzählen, wenn es einer geschafft hat.“ Ich war mir nicht bewusst, dass das interessant für sie war. Darum fragte ich sie auch: „Warum findest du das interessant?“

Sie meinte: „Naja, du bist hübsch, klug und witzig. Daneben hast du hohe Standards und Ansprüche. Die Hürde dich zu erobern liegt sehr hoch und darum muss derjenige, der es schafft sie zu überwinden, etwas ganz besonderes sein. Und diesen Mann würde ich dann gerne kennenlernen.“

Ich muss zugeben, ich würde ihn auch gerne kennenlernen 😉

Sie hat mich zum Nachdenken angeregt, habe ich wirklich solch hohe Hürden erschaffen. Ja höchstwahrscheinlich :/ Aber so scheine ich wohl zu sein. Es ist nicht leicht mich zu überzeugen.

Da das wohl so ist, warte ich weiter auf meinen Nussknacker 😀

Falsche Hoffnungen

Auch wenn ich noch nie verliebt gewesen bin, ist es mir schon öfter passiert, dass ich anderen falsche Hoffnungen gemacht habe.

Meist war es mir nicht gleich bewusst. Ich war einfach ich selbst und dies hat wohl dazu geführt, dass Männer auf mich aufmerksam geworden sind. In der Häufigkeit der Fälle war dies überhaupt nicht meine Absicht. Ich habe mich in deren Gegenwart super wohl gefühlt und war froh darüber mal komplett ich zu sein. Im Nachhinein, bin ich zu der Erkenntnis gelangt, mein ich-sein ist der Grund für die plötzliche Aufmerksamkeit, die ich erhielt. Im Umkehrschluss war ich weniger ich selbst, wenn ich nicht wollte, dass ich Aufmerksamkeit bekomme.

Aber zurück zu den falschen Hoffnungen. Wenn ich merke, dass jemand sich bei mir Hoffnungen macht, versuche ich so schnell wie möglich dem Mann klar zu machen, dass es keinen Sinn hat. Denn ich finde, je länger er denkt, er hätte Chancen, desto schlechter geht es ihm, wenn ich ihn zurückweisen muss. Also erkläre ich mich zum Arschloch. Ich übernehme die gesamte Verantwortung für die Nicht-Nutzung der Chance. Klar meist tut es dem Mann weh, wenn ich das tue. Es hilft jedoch auch nicht, wenn ich weiterhin die Hoffnungen aufrechterhalte. Mit meiner Rolle als Arschloch habe ich mich mittlerweile abgefunden und ich muss zugeben, dass ich die Rolle auch auf gewisse Weise mag. 😀

Ich weiß natürlich nicht, ob das die Beste Methode ist, aber für ich fahre ich damit sehr gut. Ich finde es nur fair, wenn die Parteien klare Verhältnisse schaffen und sich nicht gegenseitig etwas vormachen. Denn falsche Hoffnungen aufrechtzuerhalten ist so was von unfair und ungerecht, so etwas macht man nicht.

Brauch ich einen Mann?

Das ist eine gute Frage, wie ich finde. Denn darum geht es doch auch. Nicht nur, dass ich mit schon wünsche, einmal verliebt zu sein. Nein, es steht auch im Raum, ob dann im Umkehrschluss, ein Mann in mein Leben treten sollte?

Wenn ich so überlege, brauche ich um mein Leben zu führen, nicht wirklich einen Mann.

Ich kann viele Tätigkeiten, für die meine Freundinnen unbedingt „ihren“ Mann brauchen, alleine erledigen. Sei es, so klischeehaft das klingt, Reifen wechseln, Schränke zusammenbauen, Nägel in Wände hämmern … All das kann ich zum Beispiel selbst und brauche dafür keinen Mann. Schwieriger wird es dann beim Waschmaschinen hoch tragen, da fehlt mir dann doch die Kraft 😉

Für all die anderen Sachen, vor allem die Liebesdinge, scheint man schon einen Mann zu brauchen. Doch davon habe ich ja keine Ahnung. Ich weiß nicht wie es sich anfühlt, in Sachen Liebe einen Mann zu brauchen. Daher kann ich auch nicht sagen, ob ich ihn dafür brauche.

Spreche ich mit meinen Freundinnen darüber, kommen Kommentare: „Glaub mir Ani, es gibt Dinge, die kann nur ein Mann.“ Oder „Du wirst es schon noch selbst erleben, dann kannst du es verstehen.“ -> Ja toll und jetzt?

Was nützen mir solche Kommentare, nichts, aber rein gar nichts.

Insgesamt gesehen, brauche ich aktuell keinen Mann. Zumindest vermisse ich ihn nicht so wirklich (wie auch, wenn ich nicht weiß was ich vermissen soll? siehe Vermissen? ).